Rhythmen rissen das Publikum gleich mit.

Gegospelt, gegroovt, geschnippt und geklatscht wurde in der Forchheimer Christuskirche, als der Gospelchor „Joy In Belief“ ein besinnliches und zugleich fröhliches Gospelkonzert zum Besten gab. Mit viel Gefühl transportierten die Sänger und Musiker ihre Botschaft in die Herzen der zahlreichen Zuhörer.
Der Funke sprang gleich über: Mit seinen stimmgewaltigen Liedern begeisterte der Gospelchor.


Pfarrer Christian Muschler deutete in seiner Begrüßung schon an, dass es angesichts der vielen Fans in seiner Kirchengemeinde höchste Zeit geworden sei, dass die sympathische Gospelband aus Hof endlich wieder nach Forchheim kommt.
Und tatsächlich: Schon mit den ersten Tönen sprang der Funke der frohen Botschaft, verpackt in mitreißende Rhythmen und stimmgewaltige Gesänge, auf die Besucher über.
Die Sänger präsentierten in ihren schicken blau-gelben Gewändern nicht nur klassische Gospellieder, wie „Oh Happy Day“ und „Go Down Moses“, sondern auch typisch amerikanische Gospels, wie „Already Been To The Water“ und „Living He Loved Me“. Zur großen Begeisterung der Konzertbesucher machten sie aber darüber hinaus noch musikalische Ausflüge in Richtung „Country“ („Will The Circle Be Unbroken“) und auch ins afrikanische Liedgut („Amezaliwa“).

Gleich in vier Rollen

Für die instrumentale Untermalung sorgten dabei Sebastian Hümmer (Gitarre), Thomas Marek (Bass), Mathias Weckbrodt (Schlagzeug) und Jim Taylor (Piano), der sogar noch einen beeindruckenden Auftritt als Solosänger hinlegte. Besonders erfreut waren die Zuhörer von den solistischen Einlagen der Chorleiterin Marina Seidel, die es geschickt verstand, gleichzeitig durch den Abend zu moderieren, zu dirigieren, zu singen und auch noch das Publikum zum mitsingen zu animieren.
Spätestens beim „He’s Got The Whole World“ sangen dann auch die Besucher auf den hintersten Bänke lauthals mit, so dass die Chorleiterin begeistert feststellen konnte: „Wow, Forchheim hat einen Gospelchor.“

Nach der Pause kündigte Seidel eine Programmänderung an, da viele Gäste ihrem Aufruf gefolgt seien und in der Pause mit Wünschen an sie herangetreten waren. Der Chor startete mit „The Circle Of Life“ und beim Song „I Will Follow Him“ gab es sogar schon Applaus allein für seine Ankündigung, so groß war die Vorfreude der Gotteshausbesucher. Beim Gospelsong „Living He Loved Me“ ging dann, wie Marina Seidel meinte, Solist Harald „ab wie a Zäpfla“ und besonders stimmungsvoll wurde es, als das Licht ausging und „Amazing Grace“ gesungen wurde, ehe der Chor dann wieder zu flotteren Stücken überging.

Bis zuletzt gab der Chor alles – auch körperlich, so dass Chorleiterin Marina Seidel am Ende mit ihrem sympathischen Hofer Dialekt feststellte: „Ich bin fertich wie a Katz.“ Nichtsdestotrotz musste nach so einer genialen Leistung natürlich eine Zugabe her, die der Chor mit „Celebrate Jesus“ und „Amen“ auch gerne gab.

Wer das Konzert von „Joy In Belief“ verpasst hat, hat die Möglichkeit die meisten Songs, die in der Christuskirche gesungen wurden, auf der neu aufgenommenen CD „Amazing“ nachzuhören. Die CD gibt es für zwölf Euro im Internet unter http://www.joyinbelief.de