Gospelchor „Joy in Belief“ tritt zum zweiten mal in Folge in Grafenwöhr auf.

Parkplatzmangel herrschte am Sonntagabend in der Altstadt. Aber was war der Grund ? Es war kein Mega-Event angesagt und auch kein Markttag. In die alte Pfarrkirche kommen während des ganzen Jahres mit einigen Ausnahmen auch nicht viele Menschen, bei Hochzeiten beispielsweise – und bei Gospelkonzerten. Stimme mit Gefühl Der Gospelchor „Joy in Belief“ (Freude im/am Glauben) war angekündigt und dieser Name bürgt für Qualität. Die Gruppe aus Hof gastierte heuer schon zum zweiten mal in Grafenwöhr. Schon beim ersten Konzert im April waren die Besucher recht zahlreich. Jetzt wurde das noch übertroffen; denn die Kirche war voll besetzt. Das Ensemble bestehend aus fünf Männern und 13 Frauen, wurde diesmal von einer Band unterstützt. Den Auftakt bildete das Lied „God is real“, das von der Chorleiterin Marina Seidel – sonst mit einer wahren Soulstimme ausgestattet – recht gefühlvoll gesungen wurde. Mit dem wohl bekanntesten Gospellied, „Oh happy day“, zog der Rest der Gruppe, bekleidet mit weiß-blauen Gewändern, swingend ein. Die Konzertbesucher ließen sich sofort mitreißen. Sie sangen, klatschten und tanzten mit Begeisterung. Die Atmosphäre, die die Chormitglieder von Anfang bis zum Schluss in die Mariä-Himmelfahrts-Kirche zauberten, machte es möglich. Bei „Swing low, sweet chariot“, “When the saints”, “Lean on me”, “Hey man”, “Rock my Soul”, “Let it be”, “Amacing Grace” und den Liedern aus dem Film “Sister Act” gingen sowohl die Kids als auch ältere Menschen mit und applaudierten immer wieder lautstark. Publikum verzeiht Sogar eine kleine Panne wurde mit Applaus honoriert. Marina Seidel bekam „aus heiterem Himmel“ eine Art “Lachkrampf“, der stark an Elvis Presley erinnerte. Die natürlich wirkende Chorleiterin stellte den Keyboardmusiker Jim Taylor vor, der die Lieder „You are so beautiful“ und „Free“ von der „Lighthouse Family“ mit seiner markanten Stimme, aber trotzdem einfühlsam, zum Besten gab. Mit deutschen Texten wollte „Joy in Belief“ zum Nachdenken anregen: „Deine Liebe hält mich, was auch immer geschieht. Im Gewirr dieser Welt, spür ich das du mich hältst. Wenn der Morgen erwacht, wachst du über mich…“ Beim „Lied der Freude“ aus Händels „Offenbarung“ fassten sich die Besucher auf Vorschlag von Marina Seidel an den Händen, denn dies verbinde. Nach einigen Zugaben wurden auch Kinder nach vorne geholt, die sich die Bewegungen bereits gemerkt hatten. Emotionen waren im Gotteshaus deutlich zu spüren, als die erst sieben jährige Tochter von Marina Seidel „Happy day“ sang. „We are the world“, das einige Solostimmen betont hervorhoben, beendete das beeindruckende, aber wahrscheinlich nicht letzte Konzert, das „Joy in Belief“ gaben.